Psychotherapien in der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung verlangen Flexibilität, Multiperspektivität und persönliche Beziehungskompetenz seitens der Behandelnden. Der relationale Ansatz legt den Fokus auf das intra- wie auch das interpersonale und systemische Geschehen. In die Behandlung einbezogen werden sowohl die Patienten und deren Familienmitglieder als Subjekte mit ihrem eigenen Erleben, wie ggf. auch die Familie als Ganze und das Helfernetz. Im flexiblen Setting wird mit und an den internalisierten sowie den realen Beziehungen des Kindes bzw. Jugendlichen gearbeitet. In der intersubjektiven Begegnung können neue Beziehungserfahrungen und -muster möglich und internalisiert werden. Der Ansatz eignet sich als Grundlage eines Behandlungskonzeptes für diverse klinische Kontexte.
Nach einem Überblick über das relationale Konzept wird seine Anwendung im Kontext der ambulanten Grundversorgung, der Massnahmentherapien und in der frühen Kindheit beispielhaft vorgestellt.