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Titre de l’article Nutzung von Smartphone-Sensoren und Daten aus sozialen Medien zur Vorhersage von Veränderungen der psychischen Gesundheit bei Jugendlichen (SENTI-M)
Code d’article P07
Auteurs
  1. Jacqueline A. Wolf Universität Bern Conférencier
  2. Sofie Weyn Universität Bern, Institut für Psychologie
  3. Stefanie J. Schmidt University of Bern
Forme de présentation Poster
Domaines thématiques
  • T05 - Assessment/testing
Résumé (Abstract) Digitale Technologien haben in den letzten Jahren einen starken Einfluss auf die Gesellschaft ausgeübt, insbesondere bei Jugendlichen, die zu den aktivsten Nutzenden von Smartphones und sozialen Medien gehören. Trotz ihrer Omnipräsenz ist die Wirkung dieser Technologien auf die psychische Gesundheit und die individuellen Verhaltensweisen noch nicht ausreichend erforscht. Die Studie zielt darauf ab, die Auswirkungen der Nutzung von Smartphone- und Social-Media auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen zu untersuchen und daraus Möglichkeiten für die Prävention zu erkennen. Die Ergebnisse aus aktueller Literatur zeigen, dass Veränderungen in psychischen Symptomen und affektiven Zuständen durch Verhaltensdaten mittels Smartphone-Sensing vorhergesagt werden können. Die Integration von EMA-Daten mit passiven Sensing-Methoden ermöglicht dabei eine genauere Untersuchung individueller Veränderungen über die Zeit hinweg. Darüber hinaus wurden Zusammenhänge zwischen der Häufigkeit und Art der Social-Media-Nutzung mit psychischen Veränderungen festgestellt. Weitere Studien sind erforderlich, um die zugrunde liegenden Mechanismen und individuellen Unterschiede besser zu verstehen. Dabei ist es wichtig, die Nutzung von sozialen Medien objektiv und zuverlässig zu erfassen und die zeitliche Dynamik der Beziehung zwischen sozialen Netzwerken und psychischer Gesundheit zu untersuchen.
In dieser intensiv-longitudinalen Beobachtungsstudie werden 200 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren über ein Jahr hinweg untersucht. Es werden Selbstberichtsfragebögen zur Erfassung psychischer Symptome und problematischer Smartphone-Nutzung verwendet. Zusätzlich wird Ecological Momentary Assessment (EMA) zur Erfassung täglicher Veränderungen der Stimmung, sozialen Interaktionen und der Smartphone-Nutzung genutzt, während Verhaltensdaten passiv über Smartphone-Sensoren erfasst werden.
Auf dem Poster werden die konzeptionellen und methodischen Grundlagen der SENTI-M Studie dargelegt. Zudem werden erste Ergebnisse zur Beschreibung der Stichprobe, die über Schulen erfolgt, gezeigt.
Ein vertieftes Verständnis der Zusammenhänge und Mechanismen zwischen Smartphone- und Social-Media-Nutzung und der psychischen Gesundheit von Jugendlichen ist entscheidend für die Entwicklung wirksamer präventiver Interventionen. Diese Studie soll dazu beitragen, diese Lücke zu schliessen, und helfen, psychische Probleme möglichst frühzeitig zu erkennen und so zeitnah präventive Interventionen anzubieten.