Kurzportraits


Schweizerisches Rotes Kreuz

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) ist die wichtigste humanitäre Organisation der Schweiz – mit über 70’000 Freiwilligen und 500’000 Mitgliedern. Hauptziele des SRK sind der Schutz des Lebens, der Gesundheit und der menschlichen Würde. Zum SRK gehören 24 Rotkreuz-Kantonalverbände, fünf Rettungsorganisationen, darunter die SLRG, der Samariterbund und die Rega, und zwei Institutionen. Als vom Bund anerkannte, einzige nationale Rotkreuzgesellschaft ist das SRK Teil der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

Das SRK-Departement Gesundheit und Integration GI mit Sitz in Wabern bei Bern ist stark auf die Verbesserung der Gesundheit der Vulnerabelsten fokussiert und hilft mit, den Zugang dieser Bevölkerungsgruppen zu den Gesundheitsinstitutionen zu verbessern. Ganz konkrete Hilfe leisten das Ambulatorium für Folter- und Kriegsopfer SRK und die Gesundheitsversorgungsstelle für Sans-Papiers.

Beim Departement GI werden aber auch Grundlagen für andere Akteure in Public Health erarbeitet, die den Zugang von und Angebote für Migrantinnen und Migranten im Gesundheitsbereich verbessern. Dazu gehören etwa Wegleitungen für den Umgang mit Diversität und gegen rassistische Diskriminierung im Gesundheitswesen oder der Gesundheitswegweiser für die Migrationsbevölkerung in 18 Sprachen. Im Auftrag des BAG hat das SRK die Gesundheitsplattform migesplus.ch aufgebaut und stellt sie für den Bezug von mehrsprachigen Gesundheitsinformationen (darunter Merkblätter und Flyer auch anderer Anbieter) zur Verfügung und hilft mit bei der fachgerechten Übersetzung.

Ein Beispiel für Grundlagenarbeit: Im Rahmen des Projekts Aequalitas untersuchte das SRK mit einer qualitativen Erhebung bei Migrantinnen und Migranten, welche Faktoren die Verletzlichkeit im Gesundheitsbereich beeinflussen. Die Resultate zeigen, dass Verletzlichkeit weniger mit Herkunft oder Migrantenstatus zusammenhängt. Zur Entstehung tatsächlicher oder subjektiv empfundener Verletzlichkeitssituationen tragen eher migrationsspezifische Faktoren bei: Sprachkenntnisse, rechtlicher Status, Vorurteile und Diskriminierung, Vertrauen in das Gesundheitspersonal.

Das SRK anerkennt auch ausländische Diplome in Gesundheitsberufen: Wer mit einem im Ausland erworbenen Diplom in der Schweiz einen reglementierten Gesundheitsberuf ausüben will, muss ein Anerkennungsverfahren einleiten. Die Anerkennung ermöglicht, dass Menschen mit vergleichbarer ausländischer Ausbildung und Berufserfahrung vergleichbare Stellen in der Schweiz besetzen sowie gleiche Lohnansprüche stellen können. Das Verfahren beim SRK verläuft in mehreren Schritten – von der Anfrage bis zur Anerkennung.

www.redcross.ch


Gesundheitsförderung Schweiz


Mit gesetzlichem Auftrag initiiert, koordiniert und evaluiert Gesundheitsförderung Schweiz Massnahmen zur Förderung der Gesundheit und zur Verhütung von Krankheiten (Krankenversicherungsgesetz, Art. 19).
Gesundheitsförderung Schweiz wird als privatrechtliche Stiftung von Kantonen und Versicherern getragen. Sie vereint zudem Vertreter des Bundes, der Suva, der Medizinal- und Heilberufe, der Wissenschaft, der auf dem Gebiet der Krankheitsverhütung tätigen Fachverbände und weiterer Organisationen.

www.gesundheitsfoerderung.ch

Bundesamt für Gesundheit (BAG)

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) setzt sich für die Gesundheit ein; es fördert eine gesunde Lebensweise und sorgt für möglichst gute Gesundheit der Menschen in der Schweiz. Das BAG ist verantwortlich dafür,
dass unser Gesundheitssystem leistungsfähig und bezahlbar bleibt. Es ist Teil des Eidgenössischen Departements des Innern.
Gesund sein bedeutet nicht einfach, dass man nicht krank ist. Eine intakte Gesundheit ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen produktiv und selbstbestimmt leben können. Die wichtigsten Vorgaben zur Gesundheit sind in der Bundesverfassung geregelt. Das BAG ist für mehr als zwanzig Gesetze und für zahlreiche Verordnungen zuständig, die auf diesen Normen aufbauen. Entsprechend breit ist das Aufgabengebiet: Dazu gehören die soziale Kranken- und Unfallversicherung, die Vorschriften für Chemikalien, Heilmittel, kosmetische Produkte und Gebrauchsgegenstände, die Gesetzgebungen in den Bereichen biologische Sicherheit, Forschung am Menschen und Transplantationsmedizin, die Gesundheitsförderung, die nationalen Programme zur Bekämpfung von Suchtverhalten und sexuell übertragbaren Krankheiten, den Strahlenschutz, die Regelung der universitären Medizinal- und Gesundheitsberufe.
Zudem vertritt das BAG als nationale Behörde die Schweiz in Gesundheitsbelangen in internationalen Organisationen und gegenüber anderen Staaten.

Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH

Als politisch und wirtschaftlich unabhängiger Berufsverband aller Ärztinnen und Ärzte vertritt die FMH die ärztlichen Anliegen und Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Gleichzeitig ist sie der Dachverband für über 70 Basis- und Fachorganisationen: die kantonalen Ärztegesellschaften, die medizinischen Fachgesellschaften, der Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte VSAO und der Verein der Leitenden Spitalärzte der Schweiz VLSS. Die FMH unterstützt ihre 40‘000 Mitglieder mit einer breiten Dienstleistungspalette in der Ausübung ihrer Berufstätigkeit. Sie setzt sich auch ein für eine qualitativ hochstehende ärztliche Versorgung zu angemessenen Kosten und für die Freiheit und Unabhängigkeit des Arztberufes, sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich.

Krebsliga Schweiz

Die Krebsliga setzt sich ein für eine Welt, in der weniger Menschen an Krebs erkranken, weniger Menschen an den Folgen von Krebs leiden und sterben, mehr Menschen von Krebs geheilt werden und Betroffene und ihre Angehörigen in allen Phasen der Krankheit und im Sterben Zuwendung und Hilfe erfahren. Die Krebsliga vereint den Dachverband Krebsliga Schweiz mit Sitz in Bern und 19 kantonale und regionale Ligen. Die Non-Profit-Organisation, die vorwiegend durch Spenden finanziert wird, ist das Kompetenzzentrum der Schweiz zum Thema Krebs. Die Krebsliga Schweiz unterstützt die kantonalen Krebsligen durch Wissenstransfer, Serviceleistungen, Entwicklungen und Koordination auf nationaler Ebene. Sie fördert die Krebsforschung, informiert über Risikofaktoren und Früherkennungsmassnahmen und führt nationale Programme der Krebsprävention. Sie entwickelt spezifische Weiterbildungen für unterschiedlichste Berufsgruppen. Vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote für Krebsbetroffene und Angehörige sowie die Krebsliga-Broschüren werden in Bern erarbeitet. Zuständig für die strategische Leitung der Krebsliga Schweiz ist der Vorstand unter dem Präsidium von Prof. Dr. med. Jakob R. Passweg.

www.krebsliga.ch

Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)

Die SAGW vermittelt, vernetzt und fördert die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung in der Schweiz. Ihr gehören rund 60 Fachgesellschaften und rund 20 Kommissionen an und sie leitet mehrere grosse Forschungsunternehmen. Die Akademie versteht sich als Mittlerin zwischen Forschenden, wissenschaftlich Interessierten, Politikern und Behörden. Die SAGW verfügt über ein Budget von rund 10 Millionen Franken und wird von einem Vorstand mit Mitgliedern aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung geleitet.
Die SAGW bearbeitet in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) das Thema Gesundheit (www.sagw.ch/gesundheit). Sie setzt sich für eine Gesundheitsforschung ein, die auf die individualisierte Erhaltung und Stabilisierung der Lebensqualität im Alltag ausgerichtet ist. Migration steht im Zentrum des Bulletins 3/16 (www.sagw.ch/bulletin) und einer der Veranstaltungsreihen www.lasuissenexistepas.ch.