Detaillierte Beitrags-Information

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Beitragstitel Veränderung der Risikowahrnehmung während einer stationären Alkoholentwöhnung
Beitragscode P07
Autoren
  1. Smeralda Senn Forel Klinik Vortragender
  2. Sarah Klepper
  3. Susanne Rösner Forel Klinik
  4. Michael Odenwald
Präsentationsform Poster
Themengebiete
  • 12 - Diverses
Abstract Hintergrund: Die Rolle der alkoholbezogenen Risikowahrnehmung für den Therapieerfolg ist bisher unklar, wobei die bisherige Forschung davon ausgeht, dass eine positive verzerrte Risikowahrnehmung bezüglich eigener negativer Konsequenzen des Alkoholkonsums zu vermehrtem Alkoholkonsum führt (Greenfield & Rogers, 1999).

Ziel: Ziel der Studie war die Prüfung einer Veränderung in der alkoholbezogenen Risikowahrnehmung alkoholabhängiger Patienten während einer stationären Entwöhnungsbehandlung und des Zusammenhangs mit dem Therapieerfolg.

Methode: Im Rahmen einer prospektiven Beobachtungsstudie mit insgesamt 101 alkoholabhängigen Patienten (ICD-10) wurde deren Einschätzung alkoholbezogener Risiken zu Beginn und am Ende der Behandlung mittels des "Fragebogens zur alkoholbezogenen Risikowahrnehmung (FAR; Klepper, Odenwald & Rockstroh, 2016) untersucht.

Resultate: Über alle Patienten hinweg zeigte sich keine signifikante Veränderung in der Risikowahrnehmung des eigenen Konsumverhaltens. Werden jedoch rückfällige Patienten mit abstinenten Patienten verglichen, so zeigt sich eine signifikante Abnahme der Risikowahrnehmung bei den abstinenten und eine Zunahme der Risikowahrnehmung (nicht signifikant) bei den rückfälligen Patienten.

Schlussfolgerung: Die Abnahme des wahrgenommenen Risikos bei abstinenten Patienten dürfte im Sinne eines sich-selbst-verstärkenden Feedbackprozesses zu einer Abnahme emotionaler Belastungen und so zu einer weiteren Abstinenzstabilisierung führen.